Verwaltungsgebühren und andere Kosten im Griff haben
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Verwaltungsgebühren und andere Kosten im Griff haben
01.04.2025
Mit Geldanlagen können sich attraktive Renditechancen eröffnen. Sie verursachen aber auch Kosten, da Sie als Anleger:in auf Dienstleistungen verschiedener Akteur:innen angewiesen sind. Die Höhe dieser Kosten kann sich von Anbieter zu Anbieter sehr stark unterscheiden und einen Einfluss auf Ihre Rendite haben. Deshalb lohnt sich bei der Auswahl von Geldanlage und Anbietern ein genauer Blick auf die Kosten. Wer weiss, auf welche Kennzahlen geschaut werden muss, kann diese meist ohne grossen Aufwand selbst vergleichen.
In Kürze
Bei Geldanlagen fallen verschiedene Kosten an, welche die Rendite beeinflussen können. Dazu gehören Depotgebühren, Courtagen und Verwaltungsgebühren, die je nach Anbieter variieren.
Fondsanleger:innen müssen neben den direkten Gebühren wie beispielsweise die Ausgabekommission auch indirekte Kosten wie die Total Expense Ratio (TER) berücksichtigen, welche die Verwaltungskosten des Fonds abbildet.
Ein genauer Vergleich der Gebühren und Kosten lohnt sich, da diese langfristig einen grossen Einfluss auf Ihre Rendite haben können.
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Gebühren im Wertschriftenhandel: Depotgebühren, Courtagen, Umsatz- und -Börsenabgabe
Wer Teile seines Vermögens in der Schweiz in Wertschriften anlegen will, muss dafür bezahlen. Folgende Gebühren fallen in der Regel an:
Verwaltungsgebühren und Depotgebühren
In einem Depot können Aktien , Obligationen und eine ganze Reihe weiterer Wertschriften verwaltet werden. Für diese Leistung bezahlen Sie eine Depotgebühr. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei einem regulären Bankkonto zur Verwaltung Ihres Geldes. Wie bei einem Bankkonto fällt auch bei einem Depot meist eine jährliche Verwaltungsgebühr an.
Courtage
Beim Kauf oder Verkauf von Wertschriften bezahlen Sie dafür zusätzlich jeweils eine Courtage. Das ist eine Gebühr, die Ihre Bank für die Abwicklung der Transaktion erhebt. Die Höhe der Courtage variiert je nach Auftragsgrösse und ist zudem vom Börsenplatz abhängig, an dem die Wertschriften, die Sie kaufen oder verkaufen, gehandelt werden.
Weitere Kosten (Umsatz- und Börsenabgabe)
Bei Abschlüssen an der Schweizer Börse ist die Eidgenössische Umsatzabgabe unumgänglich. Für Käufer:innen bzw. Verkäufer:innen eines Wertpapiers beträgt diese sogenannte Stempelsteuer 0,075 Prozent des Transaktionswertes für inländische und 0,15 Prozent für ausländische Wertpapiere. Ferner belasten die Börsen den Banken und Brokern Börsengebühren. Die meisten Anbieter verrechnen Umsatzabgabe und Börsengebühren den Anlagekund:innen weiter. Nur bei ganz wenigen sind diese bereits in der Courtage enthalten. Pauschal kann festgehalten werden, dass diese beiden Gebühren in der Regel kaum ins Gewicht fallen.
Je nach Anbieter können die Gebühren für Depotführung und Courtagen stark variieren. Schweizer Anbieter von Finanzdienstleistungen stellen Angaben zu den Kosten Ihrer Dienstleistungen auch online zur Verfügung. Ein Vergleich der Kosten lohnt sich vor jeder Entscheidung zur Geldanlage.
Fonds: Gebühren für Ausgabe, Rücknahme und Verwaltung
Die meisten Anleger:innen nutzen zur Geldanlage Anlagefonds wie zum Beispiel Aktienfonds, Obligationenfonds oder Anlagestrategiefonds. Diese werden wie andere Wertschriften in einem Depot geführt. Sie benötigen also auch dann ein Wertschriftendepot, wenn dieses nur Fondsanteile enthalten soll. Auch hier fallen diverse Gebühren an. Die direkten Kosten werden Ihnen direkt belastet:
Ausgabekommission
Eine Ausgabenkommission ist eine einmalige Gebühr bei der Zeichnung eines Fondsanteils. Diese wird in dem Moment fällig, wo Sie Geld in das Produkt investieren. Die Höhe der Kommission wird von der Bank bestimmt und ist in der Regel auch von der Investitionssumme abhängig. Meist wird diese in Prozent angegeben und direkt vom Kapital, das Sie in den Fonds investieren, abgezogen. Bei PostFinance beträgt die Ausgabekommission 1 Prozent auf dem Zeichnungsbetrag (max. CHF 1‘000.– bzw. Gegenwert in Fremdwährung). Die Rücknahme ist kostenlos.
Rücknahmekommission
Viele Anlagefonds erheben auch eine Rücknahmekommission, die anfällt, wenn Sie Ihre Anteile Ihres Fonds wieder zurückgeben. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei der Ausgabekommission. PostFinance erhebt diese Kommission nicht.
Depotgebühren
Viele Banken verrechnen auch für Fondsdepots eine jährliche Depotgebühr. Auch hier lohnt sich ein Vergleich.
Umsatzabgabe
Anders als beim Handel über die Börse existiert die Umsatzabgabe für in der Schweiz domizilierte Fonds nicht. Lediglich bei der Zeichnung von Fonds mit ausländischem Domizil fällt für Anleger:innen eine Abgabe von 0,15 Prozent an.
Zu diesen direkten Kosten kommen indirekte Kosten wie die Depotbankkommissionen und Kosten für administrative Aufwände hinzu, welche vom Fondsvermögen abgezogen werden.
Total Expense Ratio (TER) – Gesamtübersicht über die indirekten Kosten
Für alle Fonds muss die «Total Expense Ratio» (TER) ausgewiesen werden. Je nach Produkt arbeitet ein:e Fondsmanager:in laufend an der Zusammenstellung des Portfolios. Dafür wird eine Verwaltungskommission erhoben, die unter anderem davon abhängig ist, ob der Investmentfonds aktiv bewirtschaftet wird oder passiv an einen Leitindex angebunden ist. Passiv gemanagte Fonds sind oft deutlich günstiger in Bezug auf die Verwaltungskommissionen, weil für die Fondsmanager:in weniger Aufwand anfällt. Die TER ist eine wichtige Kennzahl bei der Auswahl von Anlagefonds. Sie ist jeweils im Factsheet aufgeführt. Je nach Produkt liegt sie in der Regel zwischen 0,5 und 2,0 Prozent. Dieser Prozentsatz wird jährlich vom gesamten Fondsvermögen abgezogen, die absolute Höhe der Kosten hängt also von der Grösse Ihrer Investition ab. Die Höhe der TER ist für die langfristige Rendite eines Fonds entscheidend. Beim Vergleich der Renditen von Fondsprodukten sollten Sie stets darauf achten, dass Sie die kostenbereinigten Zahlen einander gegenüberstellen.
Kostenkontrolle lohnt sich in jedem Fall
Ob Sie auf aktive oder passive Anlagefonds setzen oder gar die Wertpapiere selbst auswählen und direkt über die Börse handeln wollen, hängt von Ihren Präferenzen ab. Bei jeder Anlagestrategie lohnt sich aber ein genauer Vergleich der Kosten, die bei der Umsetzung anfallen.
Welche Kosten bei PostFinance beim Handel an der Börse via E-Trading anfallen, erfahren Sie unter «Courtagen und Gebühren». Die Kosten im Fondsgeschäft finden Sie auf der Seite «Fonds» im Menü «Preise und Konditionen».
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