Was wird bei der Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit geprüft

18.10.2023

Ihre Kreditfähigkeit und Ihre Kreditwürdigkeit entscheiden darüber, ob und zu welchen Konditionen Sie einen Privatkredit erhalten. Beides wird mit der Kreditprüfung unter die Lupe genommen. Wir erklären Ihnen die Begriffe und zeigen, worauf es bei der Beurteilung ankommt. Zudem beantworten wir die häufig gestellten Fragen.

Was wird vor dem Abschluss eines Kreditvertrags geprüft?

Bei jeder Kreditanfrage, die Sie einreichen, werden Sie als Antragsteller:innen einer Kreditprüfung unterzogen. Sie ist die Grundlage für die Erteilung eines Konsumkredits. Nach dieser Prüfung steht fest, ob Sie als Kreditnehmer:innen einen Konsumkredit erhalten und – falls ja – wie die Konditionen aussehen. Nach der Prüfung werden die Kreditsumme, die Laufzeit und der Zins festgelegt.

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Was versteht man unter Kreditprüfung?

Mit der Kreditprüfung ermittelt das Kreditinstitut die sogenannte Bonität der Kreditnehmer:innen: Diese sagt voraus, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Kredit dem Kreditinstitut zurückbezahlt wird. Die Kreditprüfung ist eine gesetzliche Bedingung für die Vergabe eines Konsumkredits.

Welche Fragen werden bei einer Kreditprüfung geklärt?

Es werden die persönliche Kreditfähigkeit und die persönliche Kreditwürdigkeit der Antragsteller:innen überprüft. Danach steht fest, ob ein Angebot für einen Konsumkredit ausgestellt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit?

Kreditfähig ist man einerseits, wenn man juristisch in der Lage ist, Kreditverträge abzuschliessen. Dazu muss man zum Beispiel volljährig sein. Die Kreditfähigkeitsprüfung analysiert aber auch die wirtschaftlichen Rahmenverhältnisse der Kreditnehmer:innen: So muss die fristgerechte Rückzahlung des Kredits möglich sein. Zudem darf eine Kreditvergabe nicht zur Überschuldung der Kreditnehmer:innen führen. Die genauen Regeln sind im Konsumkreditgesetz (KKG) festgelegt. Kreditwürdig hingegen ist man, wenn man als vertrauenswürdig, zuverlässig und «zahlungswillig» eingestuft wird. Hier geht es also um die zu erwartende Zahlungsmoral von Kreditnehmer:innen.  Bei der Kreditwürdigkeitsprüfung ermittelt das Kreditinstitut, wie wahrscheinlich es ist, dass die Kreditnehmer:in ihre Rechnungen fristgerecht bezahlt. Dazu werden verschiedene «Risikofaktoren» unter die Lupe genommen.

Was wird bei einer Kreditprüfung abgefragt?

Bei der Kreditfähigkeitsprüfung macht das Kreditinstitut anhand der Angaben der Kreditnehmer:innen eine Budgetberechnung und vergleicht die Ausgaben mit den Einnahmen. Zu den Ausgaben gehören zum Beispiel:

  • Wohnkosten
  • Krankenkassenprämien
  • Steuern
  • Bestehende Verpflichtungen (u. a. Alimente, Unterhalt, usw.)
  • Kosten des Arbeitswegs

Mit den monatlichen Einnahmen bzw. mit dem Geld, das nach den Ausgaben übrig bleibt, muss eine Rückzahlung des Kredits inklusive Zinsen in 36 Monaten möglich sein. Die Laufzeit eines Kredits kann jedoch minimal 6 bis maximal 84 Monate betragen.

Beim Prüfen der Kreditwürdigkeit werden zur Abklärung der Verlässlichkeit und Zahlungswilligkeit die «Risikofaktoren» untersucht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Alter
  • Nationalität
  • Anstellungsverhältnis
  • Aufenthaltsstatus
  • Aufenthaltsdauer in der Schweiz
  • Häufigkeit von Wohnortswechseln

Beim Prüfen der Kreditwürdigkeit wenden sich die Kreditinstitute unter anderem an die Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK). Sie ziehen auch weitere Informationsquellen wie den Betreibungsregisterauszug sowie Inkassounternehmen heran.

Was passiert, wenn die Kreditfähigkeitsprüfung negativ ausfällt?

Dann wird der Konsumkredit nicht genehmigt. Das heisst, dass das Kreditinstitut den gewünschten Betrag nicht auszahlen kann. Jeder abgelehnte Kreditantrag wird bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) vermerkt, wo er zwei Jahre lang einsehbar ist. Das wirkt sich negativ auf den nächsten Kreditantrag aus. Deshalb sollte man keinen Konsumkredit beantragen, wenn die Erfolgsaussichten nicht gut sind. Für eine realistische Eigeneinschätzung empfiehlt es sich, vor einem Kreditantrag bereits selbst eine Budgetprüfung zu machen.

Sind ein Konsumkredit und ein Privatkredit dasselbe?

Ja, einen Kredit für Privatpersonen nennt man auch Konsumkredit, weil das Geld in den meisten Fällen für Konsumgüter verwendet wird.

Sind die Kreditprüfung und die Bonitätsprüfung dasselbe?

Ja, bei der Kreditprüfung wird die Bonität der Kreditnehmer:innen unter die Lupe genommen. Diese Prüfung entscheidet, ob Sie einen Privatkredit erhalten und wie die Konditionen aussehen. Die Bonität gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit, mit der Sie Ihren Kredit innerhalb der Laufzeit zurückzahlen können. Ihre Bonität können Sie auch selbst überprüfen.

Sie möchten erfahren, wie Sie Ihre eigene Bonität verbessern können? Weiter zum Blogbeitrag «Bonität beim Privatkredit: Was ist eine Bonitätsprüfung?»

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